Weltcup: Sie machen den Chuenisbärgli-Slalom zum Heimfest

Di, 14. Jan. 2020
Trotz des Ausscheidens ihres Athleten zuversichtlich: der Fanclub von Tanguy Nef.

STIMMUNG Die Fanclubs der Athleten dürfen bei einem Skirennen natürlich nicht fehlen. Doch welcher Fahrer wurde am Sonntag am lautesten bejubelt? Cedric Gerber und Mathias Huggler hörten genau hin.

Wir machen uns am Sonntagmorgen auf den Weg nach Adelboden zum Ski-Weltcup-Slalom am Chuenisbärgli. Schon auf dem Weg stellen wir fest, dass die Fans sich auf den heutigen Tag einstimmen. Es wird bereits am Morgen gesungen und gefestet. Im Laufe des Sonntags treffen wir die Fanclubs von drei verschiedenen Fahrern.

Die Frühaufsteher: Fanclub von Loïc Meillard
Vor dem ersten Lauf stossen wir gleich auf ein paar Fans von Loïc Meillard. Es sind zehn Personen, die alle für ihr Idol angereist sind. Einer von ihnen ist der Vater des Swiss-Ski-Slalomtrainers Matteo Joris. Er stellt sich zur Verfügung, uns Antworten zu unseren Fragen zu geben. Er erzählt uns, dass sie von Evolène, einer Gemeinde im Kanton Wallis, kommen, die nur ein paar Kilometer von Loïc Meillards Wohnort entfernt ist. Sie sind heute um 5.30 Uhr aufgebrochen und reisten zweieinhalb Stunden, um ihren Athleten am Chuenisbärgli anzufeuern. Die Stimmung bei ihnen ist gut und sie freuen sich auf das Rennen. Der Saisonverlauf scheint die Gruppe positiv zu stimmen. «Mit unseren Schweizern muss man unbedingt zufrieden sein», hören wir. Die Fans werden nächste Woche auch in Wengen am Start sein und Loïc lautstark anfeuern. «Wir reisen immer nach Adelboden, Wengen, Courchevel und Chamonix.»

Die Zuversichtlichen: Fanclub von Tanguy Nef
Im Weltcup-Dorf treffen wir nach dem ersten Lauf auf die Fans von Tanguy Nef. «Der erste Lauf von Tanguy war unglaublich!», sagt ein junger Fan des Genfers. Sie finden die Ambiance beeindruckend und sind sehr zufrieden mit Tanguys erstem Jahr im Weltcup. «Er war schon sehr stark in Madonna di Campiglio mit seinem sechsten Rang. Ich bin sicher, er wird heute sein erstes Weltcup-Podium herausfahren», so der Fan weiter. Leider schied Tanguy Nef im zweiten Lauf kurz vor der Einfahrt in den Zielhang aus. Dies dürfte die Zuversicht der Fans für die nächsten Rennen aber kaum schmälern.

Die Grünmützen: Fanclub von Daniel Yule
Unschwer zu erkennen sind die lautstarken Fans von Daniel Yule. Alle haben sie eine grüne Mütze mit dem Namen und der Unterschrift ihres Idols auf dem Kopf. Sie sind natürlich sehr zufrieden mit dem Sieg von Daniel und seinen zwei starken Läufen. «Es ist diese Woche der zweite Sieg von Daniel. Die Stimmung ist tiptop, es ist enorm», sagt uns eine Frau aus dem Fanclub. Man reise zusammen jedes Jahr nach Adelboden, Wengen und Chamonix. Die weiteren Rennen besuche man individuell. Während des Gesprächs kommt noch die Präsidentin des Fanclubs dazu und wir stellen ihr auch noch ein paar Fragen. «Heute sind wir mit 95 Personen angereist, um Daniel anzufeuern. Letztes Jahr waren es ‹nur› 55 Personen», teilt sie uns mit. Der Fanclub kommt aus der kleinen Gemeinde Orsières, im Kanton Wallis, wo auch der dreimalige Slalomsieger Daniel Yule wohnt.

Der Tag am Chuenisbärgli war wunderbar. Die Stimmung, das Wetter und natürlich der Sieg von Daniel Yule – alles hat zusammengepasst. Uns hat der Fanclub von Daniel Yule am meisten überzeugt, da er personell wie auch akustisch sehr stark vertreten war und alle sehr freundlich und familiär miteinander umgingen. Es war ein grossartiges und einmaliges Erlebnis, die Stimmen der Fanclubs einzuholen und sich ein wenig in ihre Rollen hineinzuversetzen.

CEDRIC GERBER (17, BRIENZ) / MATHIAS HUGGLER (17, INNERTKIRCHEN)

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