Strahlender Sonnenschein und lüpfige Volksmusik empfingen die anströmenden BesucherInnen am vergangenen Samstag auf der Terrasse des Alters- und Pflegeheims Adelboden.
Zu feiern hatte die Stiftung Lohner gleich doppelt: 40 Jahre Alters- und Pflegeheim und zehn ...
Strahlender Sonnenschein und lüpfige Volksmusik empfingen die anströmenden BesucherInnen am vergangenen Samstag auf der Terrasse des Alters- und Pflegeheims Adelboden.
Zu feiern hatte die Stiftung Lohner gleich doppelt: 40 Jahre Alters- und Pflegeheim und zehn Jahre Wohnen mit Dienstleistungen.
Rasch füllten sich ab 11.00 Uhr die Festbänke mit Gästen: BewohnerInnen, deren Angehörige, Nachbarn aus der Umgebung und zahlreiche Leute aus dem Dorf versammelten sich auf der grossen Terrasse, um gemeinsam mit der Belegschaft des Alters- und Pflegeheims das Jubiläum bei Speis und Trank und Musik gebührend zu feiern.
Würdigung der Institution Stiftung Lohner
Kurz vor Mittag begrüsste die Leiterin Aktivierung Theresa Fiechter die vielen Festteilnehmenden. Sie zog Vergleiche zwischen dem Berg Lohner und dem Altersheim. Beide stünden einander gegenüber, so sagte sie, trotzten Wind und Wetter, seien verbunden mit dem Dorf, bodenständig und hätten ein grosses Herz (wenn man die Felswand lange genug betrachtet, entdeckt man darin eine Herzform).
Die Co-Geschäftsleiterin Kathrin Gempeler freute sich über den Besuch der vielen ehemaligen Mitarbeitenden und über das grosse Interesse der Dorfbevölkerung. Sie würdigte in ihrer Rede die Pionierarbeit der Initianten des Altersheims, von denen leider heute niemand mehr lebt.
Zudem wies sie auf künftige Projekte hin, wie die Erweiterung des Wohnens mit Dienstleistungen und dem eventuellen Einzug der KITA.
Der Gemeinderatspräsident Willy Schranz führte die Zuhörenden durch die Entstehungsgeschichte des Altersheims (siehe «Frutiger Anzeiger» vom Dienstag, 5. August) und erwähnte die wichtigsten Meilensteine.
Zu diskutieren gab auch der heutige Standort. «Er ist viel zu weit draussen, da müssen die zukünftigen BewohnerInnen ja Picknick mitnehmen, damit sie unterwegs zum Dorf nicht Hunger leiden», zitierte der Obmann Stimmen der damaligen Einwohner.
Als Symbol für Wachstum und Veränderung überreichte er der Heimleitung am Schluss seiner Rede einen Baum als Jubiläumsgeschenk. Kurz und knackig erwähnte die Stiftungsratspräsidentin, Marianne Rüfenacht, die wichtigsten News des Rates. Anstelle einer langen Dankesrede zeigte sie ihre vorbereitete Liste, auf der die zu verdankenden Personen aufgeführt waren, für alle zum Einsehen und wünschte den Anwesenden ein schönes Fest.
Eine heisse Feier
Der Hauswart Joachim Allenbach hatte alle Hände voll zu tun, Sonnenschirme aufzustellen, damit die Gäste vor der Sonne geschützt waren und ihre Bratwurst oder ihren «Chäsbrätel» am Schatten geniessen konnten.
Heiss war nicht nur der Tag, sondern auch der Grill, der deswegen in Flammen aufging. Der Brand konnte aber von den zuständigen Personen geistesgegenwärtig gelöscht werden. Der Grill versagte daraufhin den Einsatz, trotzdem musste niemand auf seine Wurst verzichten.
An die 500 Festbesucher verzehrten ca. 450 Bratwürste, 25 Kilo Brot und etliche Kilo Käse. Gefragt waren auch kühle Getränke, das Kuchenbuffet und die Eis-Theke, vor der sich zeitweise eine lange Schlange bildete.
Für Unterhaltung sorgten die Kapelle Ländlerfründä Engstligtal und die Musikgesellschaft Adelboden. Um 16.00 Uhr, als sich schon erste Gewitterwolken anfingen zu türmen,läutete die Treichlergruppe Edelweiss die gelungene Jubiläumsfeier aus und die BesucherInnen machten sich zügig auf den Heimweg, um noch trocken nach Hause zu kommen.
CORINA SCHRANZ-LINDT