Wegen des Spitzen Steins muss ein neuer Weg an den Oeschinensee gebaut werden. Während der ersten Auflagephase gingen drei Einsprachen ein. Aktuell ist eine Projektanpassung publiziert.
HANS RUDOLF SCHNEIDER
Die Ausgangslage ist klar: Die bestehende Strasse ...
Wegen des Spitzen Steins muss ein neuer Weg an den Oeschinensee gebaut werden. Während der ersten Auflagephase gingen drei Einsprachen ein. Aktuell ist eine Projektanpassung publiziert.
HANS RUDOLF SCHNEIDER
Die Ausgangslage ist klar: Die bestehende Strasse an den Oeschinensee ist auf einem längeren Abschnitt durch rutschende Felsmassen und Murgänge gefährdet und beschädigt. Dies trifft vor allem die Tourismusbetriebe und die Genossenschaft «Drei Alpschaften Oeschinen», die diese Zufahrt benötigen. Das neue Projekt – von Zilfuri bis Oeschinen über knapp 3,5 Kilometer Länge – hatte im Sommer öffentlich aufgelegen. Drei Einsprachen mit vier Unterzeichnern waren daraufhin beim Regierungsstatthalteramt eingereicht worden. Die kürzlich durchgeführten Verhandlungen hatten zur Folge, dass alle Einsprachen in Rechtsverwahrungen umgewandelt wurden.
Die Natur walten lassen
Die erneute Publikation des Baugesuchs erfolgt aufgrund von Projektanpassungen. Die Auflagefrist dauert bis am 25. Oktober. Konkret wird eine Teilstrecke der bestehenden Strasse (Forststrasse) nicht zurückgebaut, sondern abgesperrt und «dem natürlichen Aufwuchs überlassen», wie es in der Beschreibung heisst. Im Gebiet Rinderstutz soll die Strasse vom LWK-Gebäude bis zum Öschibach zurückgebaut und renaturiert werden. Zudem sind eine Anpassung der geplanten Terrainauffüllungen sowie zwei Barrieren mit Erkennungssystem (Zilfuri / Nähe Bahnstation Birelift) für die Nutzungsberechtigten vorgesehen.
Zugang dauerhaft unterbrochen
Dass die Ersatzstrasse notwendig ist, zeigte sich durch verschiedene kleinere und grössere Murgänge in den letzten Jahren. Beispielsweise wurde im Juni 2024 der Brückenübergang über den Öschibach komplett zerstört und die Strasse unterbrochen. Das Ganze sei eine «Zeitbombe» und die Versorgungssicherheit der Alp sei gefährdet, wurde im Vorfeld des Baugesuchs von den Alpschaften klargestellt. Die heute errichteten Furten sind nur provisorisch und immer durch erneute Murgänge gefährdet. Die neue Erschliessung wird linksseitig des Öschibachs von Zilfuri im Zickzack über «I de Huble», durch den Wald «Bim Schatthus» zum Schattwald und in die bestehende Strasse Richtung Oeschienensee führen. Eine ganze Reihe von Ausnahmegenehmigungen sind dafür erforderlich, da Trockenwiesen sowie Wald- und Weidestandorte tangiert werden.