FUSSBALL Im Rahmen des 125-Jahr-Jubiläums des FC Thun Berner Oberland zeigt das Schloss Thun in einer Sonderausstellung die Geschichte dieses Traditionsclubs.
PETER SCHIBLI
Es soll auch im Frutigland etliche FC-Thun-Fans geben, die regelmässig an die ...
FUSSBALL Im Rahmen des 125-Jahr-Jubiläums des FC Thun Berner Oberland zeigt das Schloss Thun in einer Sonderausstellung die Geschichte dieses Traditionsclubs.
PETER SCHIBLI
Es soll auch im Frutigland etliche FC-Thun-Fans geben, die regelmässig an die Spiele ihres Vereins auf die Allmend fahren und ebenfalls an den reichen Feierlichkeiten zum 125-Jahr-Jubiläum teilnehmen. Im Schlossmuseum Thun, gleich hinter der Kasse, sind derzeit wertvolle Archivstücke sowie Zeitzeugnisse aus der Clubgeschichte ausgestellt, die zu besichtigen es sich lohnt.
Legendäre WM-Erinnerungen
Auf einem grünen Kunstrasen, historischen Bänken, in Vitrinen und auf Monitoren lässt sich hautnah erleben, wie sich der Sportverein von der Thuner Allmend in die Champions League hochspielte und danach wieder hart auf dem Boden der Tatsachen landete. Wissenswertes wird über die Gründung des Vereins im Jahr 1898 berichtet – wobei nur zwei Jahre später bereits wieder eine vorübergehende Auflösung stattfand. Das Protokoll der Versammlung ist in einer Vitrine ausgestellt.
In einer zweiten Vitrine kann als weitere Rarität der fast 70-jährige WM-Ball besichtigt werden, der anlässlich der legendären Weltmeisterschaft 1954 in Bern zum Einsatz kam. In Thun wurden zwar keine WM-Spiele ausgetragen, doch das Lachenstadion diente als Trainingsstätte der Mannschaften aus Uruguay und Deutschland. Letztere gewann am 4. Juli 1954 nach einem dramatischen Finalspiel gegen Ungarn den WM-Titel. Den WM-Ball konnte das Schlossmuseum übrigens bei der Stadt Bern ausleihen.
Latour und seine Sprüche
Neben diversen Pokalen und Fan-Schals ist der berühmteste Trainer des Clubs, Hanspeter Latour, laut gestikulierend auf dem Monitor sowie lautlos mitten im Ausstellungsraum als Papp-Silhouette zu sehen. Noch heute sind Latours Sprüche legendär. Die übrigen Trainer sind namentlich aufgelistet. Ihren Platz in der Ausstellung gefunden haben auch die Fans sowie die Zukunft des Clubs, der aktive Nachwuchs. Der eine oder andere von ihnen soll seine Wurzeln im Frutigland haben.
«Rot Wyss si üsi Farbe – 125 Jahre FC Thun», Sonderausstellung im Schloss Thun, 1. April bis 31. Oktober, täglich geöffnet von 10 bis 17 Uhr. Weitere Infos unter www.schlossthun.ch und www.fcthun.ch/125