Die IG Berner Wald schlägt Alarm: Laut ihrer Medienmitteilung hat der Staatsforstbetrieb im Suldtal während der Brut- und Setzzeit Holz geschlagen.
Laut einer Medienmitteilung der IG Berner Wald sei sie dank Hinweisen aus der Bevölkerung darauf aufmerksam ...
Die IG Berner Wald schlägt Alarm: Laut ihrer Medienmitteilung hat der Staatsforstbetrieb im Suldtal während der Brut- und Setzzeit Holz geschlagen.
Laut einer Medienmitteilung der IG Berner Wald sei sie dank Hinweisen aus der Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht worden, dass der Staatsforstbetrieb im Naturschutzgebiet Suldtal, Gemeinde Aeschi, unweit des Pochtefalls während der Brut- und Setzzeit Holz schlage. Holzschlag sei leider auch in Naturschutzgebieten möglich, aber nicht während dieser für Tiere und Vögel sensiblen Zeit, so die IG Berner Wald. Denn im Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel, Abschnitt 7, Strafbestimmungen, 17b steht: «Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe wird bestraft, wer vorsätzlich ohne Berechtigung Eier oder Jungvögel geschützter Arten ausnimmt oder das Brutgeschäft der Vögel stört.»
Das Naturschutzgebiet Suldtal erstreckt sich beinahe auf die ganze Länge des Quertals «Suldtal» und steht unter Schutz. Primär werde im Gebiet die Landschaft geschützt, aber auch subalpine Nadelwälder, Alpenweiden, alpine Rasen und ausgedehnte Schuttflächen, die seltene und wichtige Lebensräume für diverse Arten darstellten.
Die Besuchenden im Suldtal werden gebeten, die Hunde an die Leine zu nehmen, das Pflücken oder Ausgraben seltener Blumenarten wie Edelweiss, Türkenbund und Frauenschuh sowie das Campieren, Zelten, Parkieren, Aufstellen und Waschen von Motorfahrzeugen zu unterlassen. Grosse gesunde Fichten, begehrtes Bauholz, ist laut IG Berner Wald ohne Rücksicht auf brütende Vögel, auf wichtige Lebensräume und seltene Arten gefällt worden. «Einmal mehr geht es dem Staatsfort nur um Profit, Natur ist vernachlässigbar. Es genügt nicht, dass die Wälder im Mittelland unter dem ‹Deckmantel des Klimawandels› massiv bewirtschaftet und damit geschwächt werden. Jetzt kommen auch noch die Wälder im Naturschutzgebiet unter die Säge», so der Wortlaut der Medienmitteilung.
RED