Am Dienstag, 8. Juli, hat der Eidgenosse und dreifache Kranzfestsieger Kilian von Weissenfluh seinen Rücktritt vom aktiven Schwingsport per sofort bekannt gegeben. «Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, per sofort meinen Rücktritt vom aktiven ...
Am Dienstag, 8. Juli, hat der Eidgenosse und dreifache Kranzfestsieger Kilian von Weissenfluh seinen Rücktritt vom aktiven Schwingsport per sofort bekannt gegeben. «Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, per sofort meinen Rücktritt vom aktiven Schwingsport zu erklären», so von Weissenfluh in seiner Medienmitteilung.
Diese Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen, war doch der Leistungssport über Jahre ein zentraler Teil seines Lebens, so der 28-jährige Haslitaler in seiner Mitteilung.
Weiter schreibt der dreifache Kranzfestsieger: «In den letzten Monaten habe ich gemerkt, dass mir die Freude am aktiven Schwingsport immer mehr verloren gegangen ist, aufgrund meiner wiederkehrenden Verletzungen, die nicht nur körperlich, sondern auch mental ihre Spuren hinterlassen haben. Dies hat mir zunehmend erschwert, meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und mit voller Leidenschaft dabei zu sein.» Kilian von Weissenfluh kehrte diesen Frühling von einer Verletzung zurück und gewann im Frühling den Ballenberg-Schwinget. Leider musste der Turnerschwingen am Oberländischen in Adelboden den Wettkampf bereits nach einem Gang verletzungsbedingt aufgeben. Zu seinen grössten schwingerischen Erfolgen zählen der Gewinn des Eidgenössischen Kranzes 2019 in Zug sowie die drei Kranzfestsiege am Emmentalischen 2021 im Kemmeriboden, 2022 am Oberaargauischen in St. Urban und am Seeländischen in Oberwil bei Büren. In seiner Laufbahn sicherte sich der gelernte Zimmermann 50 Kränze, darunter 10 Berg und 9 Teilverbandskränze.
Nach Mike Müllestein und Patrick Räbmatter ist Kilian von Weissenfluh bereits der dritte Eidgenosse, der in diesem Jahr seinen Rücktritt vom aktiven Schwingsport bekannt gibt.
Mit Kilian von Weissenfluh verliert die Schwingwelt einen äussert sympathischen und fairen Sportsmann und mit Blick auf das Eidgenössische dieses Jahr in Mollis auch einen wichtigen Pfeiler im Berner Team.
MARLENE FRATTINI