Das Oberländische Schwingfest in Adelboden steht vor der Tür und somit eine weitere Selektionsmöglichkeit für das ESAF Ende August in Mollis. Die Besetzung des zweitletzten Gauverbandsfest in dieser Saison darf sich mit 15 angemeldeten Eidgenossen sehen lassen. ...
Das Oberländische Schwingfest in Adelboden steht vor der Tür und somit eine weitere Selektionsmöglichkeit für das ESAF Ende August in Mollis. Die Besetzung des zweitletzten Gauverbandsfest in dieser Saison darf sich mit 15 angemeldeten Eidgenossen sehen lassen. Topfavorit wird einmal mehr Königskandidat Fabian Staudenmann sein, welcher die letzten beiden Oberländischen gewann.
Unterstützt wird der 17-fache Kranzfestsieger von seinem starken Verbandskollegen Adrian Walther. Aber auch die Berner Oberländer müssen sich nicht verstecken. Curdin Orlik gewann Mitte Juni das Bündner-Glarner und möchte neben seinem 70. Kranz das Oberländische Schwingfest nach 2018 ein zweites Mal gewinnen. Bernhard Kämpf zeigte mit seinem Schlussgangeinzug am Oberaargauischen sowie bei seinem starken Auftritt am Schwarzsee, dass er auch mit 37 Jahren unberechenbar ist und an der Spitze mitmischen kann. Patrick Gobeli und Kilian von Weissenfluh verpassten zwar am Wochenende den Schwarzseekranz, wollen sich aber in Adelboden rehabilitieren. Die Emmentaler reisen unter anderem mit den erfahrenen Eidgenossen Dominik Gasser, Christian Gerber, Patrick Schenk, Thomas Sempach und Konrad Steffen an. Aus dem Seeland mit dabei ist Florian Gnägi, auch angemeldet ist der Mittelländer Hühne Severin Schwander. Auf einen Start verzichten wird Schwarzsee-Sieger Matthias Aeschbacher. Der Emmentaler möchte seinen 100. Karrierekranz eine Woche später an seinem Heimfest realisieren.
Der Schwingklub Binningen wird mit den Eidgenossen Adrian Odermatt und Lars Voggensberger sowie den Teilverbandskranzer Jonas Odermatt und Samuel Brun anreisen. Bemerkenswert dabei, dass Voggensberger in dieser Saison an Kranzfesten noch unbesiegt ist. Als zweiter Gastklub ist Appenzell im Lohnerdorf eingeladen. Obwohl zeitgleich das Nordostschweizer Schwingfest stattfindet, sind mit Dominik Brülisauer, Sepp Fuster und Andreas Inauen drei Kranzschwinger angemeldet. Zum erweiterten Favoritenkreis gehört der Innertkirchner Reto Thöni, welcher sich seit knapp zwei Wochen mit seinem Sieg am Bern-Jurassischen Kranzfestsieger nennen darf. Sein Bruder Ivan Thöni, der Hasliberger Leandro Nägeli sowie die Emmentaler Lars Zaugg und Fabian Stucki dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf einen Spitzenplatz machen.
Von den Frutigtaler Schwingern darf ebenfalls einiges erwartet werden. Der Schlussgangteilnehmer des Bern-Jurassischen Adrian Klossner, Stoossieger Josias Wittwer und der starke Jan Wittwer können das Fest mitbeeinflussen. Seit dem Schwarzseeschwinget wieder im Sägemehl steht nach seiner Fussverletzung Fabian Schärz. John Grossen, Dario Bühler, Routinier Hanspeter Luginbühl, Remo und Adrian Schärz streben weiteres Eichenlaub an im Hinblick auf die Qualifikation des Eidgenössischen Schwingfest Ende August in Mollis. Die Schwingersektion Adelboden kann aktuell zwar keinen Kranzschwinger stellen. Dies könnte sich aber bald ändern. Dafür strebt der in Adelboden wohnhafte Saanenländer Florian Aellen weiteres Eichenlaub an. Weitere Frutigtaler Kranzschwinger am Start sind Mathias Wittwer, Sven Klossner, Lukas Siegrist und Damian Dubach welche den ersten Saisonkranz erreichen möchten. Und wer weiss, vielleicht kann das Frutigtal am Sonntag auch einen Neukranzer feiern.
PETER ZAHLER