«Wir brauchen eine Einheitskasse»
Für die dauernd steigenden Gesundheitskosten ist auch die Politik mitverantwortlich. Obwohl die gewählten Parlamentarier-Innen von den Steuerzahlenden fürstlich entlöhnt werden, ist den meisten wichtiger, ...
«Wir brauchen eine Einheitskasse»
Für die dauernd steigenden Gesundheitskosten ist auch die Politik mitverantwortlich. Obwohl die gewählten Parlamentarier-Innen von den Steuerzahlenden fürstlich entlöhnt werden, ist den meisten wichtiger, «Schmiergelder» von Versicherungen, Banken usw. zu kassieren, statt das zu tun, woführ sie gewählt wurden: nämlich zusammen mit der Regierung dafür zu sorgen, dass das Volk ein anständiges Leben führen kann. Das Agieren mancher Volksvertreter ist eine Frechheit und eine Verachtung der Steuerzahlenden.
Nun wollen Bundesrat und Parlament die Mindestfranchise auf 500 Franken anheben mit der Begründung, man müsse das Volk «sensibilisieren», will heissen: wer zum Arzt muss, ist ein/e SimulantIn. Dies zeigt, dass sich die Politik wohl eher für die Versicherungen einsetzt statt für die BügerInnen. Etwas öfter das Hirn einschalten, statt ein unüberlegtes Blabla von sich zu geben, wäre allerdings klüger. Wenn die PolitikerInnen schon alles diktieren wollen, so sollen sie bitte auch dafür sorgen, dass die Gehälter von Direktion und Verwaltungsrat auf ein anständiges Niveau herabgesetzt werden. Wenn ein CEO einer Krankenkasse einen an ihn persönlich adressierten Brief nicht selbst beantwortet, sondern ein Kundendienst seine Arbeit erledigen muss, so hat er keinen Anstand und ist überflüssig, kassiert aber vielleicht eine Million Franken.Weiter sollte die Politik verbieten, dass Millionen Franken an die Anwerber von Neumitgliedern ausbezahlt werden. Auch das Sponsern von Sportverbänden und -vereinen sollte verboten werden, denn in meinen Augen ist das Diebstahl von Prämiengeldern.
Wir brauchen eine Einheitskasse mit einheitlichem Tarif für alle Kantone. Damit könnte man viele unnötige Abzocker loswerden.
ARNOLD SCHMID, SPIEZ