Das Bernisch-Kantonale Schwingfest fand wie das «Emmentalische» eine Woche vorher in Langnau in derselben Arena statt. Mit Gästen aus der Nordwest- respektive Nordostschweiz und der Innerschweiz, darunter die beiden Eidgenossen Nick Alpiger und Marcel Räbsamen, aber ...
Das Bernisch-Kantonale Schwingfest fand wie das «Emmentalische» eine Woche vorher in Langnau in derselben Arena statt. Mit Gästen aus der Nordwest- respektive Nordostschweiz und der Innerschweiz, darunter die beiden Eidgenossen Nick Alpiger und Marcel Räbsamen, aber auch dem starken Zuger Noe van Messel, war spektakulärer Schwingsport vorprogrammiert.
Im Schlussgang standen sich mit Michael Moser und Christian Gerber zwei Emmentaler gegenüber. Michael Moser hätte ein Gestellter zum alleinigen Festsieg gereicht; dies merkte man im Schlussgang dem Jungtalent aus dem Emmental nicht an. Er schwang angriffig und in der dritten Minute brachte Michael Moser den Emmentaler Eidgenossen Christian Gerber mit innerem Haken zu Boden und setzte sich so durch. Für Moser ist es bereits der dritte Sieg in dieser Saison an einem Teilverbandsfest. Für Christian Gerber reichte es am Ende für den Schlussrang 2.
Schärz bodigt Staudenmann
Ein etwas ungewohnter Tag war es für Fabian Staudenmann. Am Ende des Tages waren zwei verlorene Gänge auf seinem Notenblatt, unterlag der Mittelländer doch im zweiten Gang gegen den in Aeschi wohnhaften Fabian Schärz und im vierten gegen den Emmentaler Michael Moser. Das letzte Mal, als Fabian Staudenmann an einem Fest zwei Niederlagen verdauen musste, war vor knapp sechs Jahren am «Eidgenössischen» in Zug. Auch sein Mittelländer Kollege und im Vorfeld ebenso als Favorit gehandelte Adrian Walther hatte bereits am Mittag zwei Gestellte auf seinem Notenblatt.
Drei Kränze fürs Frutigland
Insgesamt wurden 20 Kränze abgegeben. Jeweils sechs sicherten sich die Emmentaler und die Oberländer, darunter mit Fabian Schärz. Josias Wittwer und Jan Wittwer drei Schwinger aus der Region. Drei Kränze gingen ins Mittelland, ein Kranz ins Oberaargau; diesen holte sich mit Severin Staub ein Neukranzer. Zwei Kränze fanden den Weg in die Nordwest– respektive Nordostschweiz. Die Innerschweizer mussten die Heimreise ohne Kranz antreten, wobei Noe van Messel und Samuel Schwyzer den Kranz nur knapp um einen Viertelpunkt verpassten. Alexander Knutti, welcher am «Oberländischen» in Adelboden zum ersten Mal den Kranz holte, verpasste den Kranz am Bernisch-Kantonal Schwingfest in Langnau ebenfalls um einen Viertelpunkt.
Tierische Unterhaltung
Die Lebendpreise des sportlichen Grossanlasses wurden zwar nicht durch die Arena geführt, dennoch kam es zu tierischem Besuch in der Arena. Eine Katze liess sich von dem ganzen Schwingtumult absolut nicht beirren und war interessierter an den Mauselöchern. Und das mit Erfolg: Die Katze spazierte schliesslich mit einer Maus im Maul aus der Arena raus, dies zur Unterhaltung und Freude der vielen ZuschauerInnen.
MARLENE UND MATHYAS FRATTINI
Curdin Orlik im Schlussgang
Curdin Orlik vertrat die Berner Farben in der Südwestschweiz und stand in Neuenburg im Einsatz. Einzig im dritten Gang resultierte ein Gestellter gegen den antretenden Schwingerkönig Joel Wicki, jedoch mit einem Viertelpunkt mehr für Orlik, da Wicki ein Viertelpunkt abgezogen wurde. Mit zwei weiteren Plattwürfen im vierten und fünften Gang sicherte sich der Agronom FH die Schlussgangteilnahme. Leider unterlag Orlik nach kurzer Gangdauer dem Nordwestschweizer Joel Strebel. Für Orlik resultierte am Schluss Rang 3 und er konnte somit die Heimreise kranzgeschmückt antreten.
MMF