Am Wochenende beging die Tschentenalp, pünktlich zum astronomischen Sommerbeginn, ein Sommerfest. Nebst einem grossen kulinarischen Angebot und verschiedenen Aktivitäten konnten die Gäste als Hauptattraktion die schöne Aussicht von einem Kamelrücken aus ...
Am Wochenende beging die Tschentenalp, pünktlich zum astronomischen Sommerbeginn, ein Sommerfest. Nebst einem grossen kulinarischen Angebot und verschiedenen Aktivitäten konnten die Gäste als Hauptattraktion die schöne Aussicht von einem Kamelrücken aus geniessen.
Letzten Freitag trafen die beiden Kamelmännchen mit ihren Besitzern auf der Tschentenalp ein. Nach einer längeren Autofahrt im Pferdeanhänger mussten die Wüstentiere das letzte Stück, von der «Tschentegge» aus, zu Fuss zurücklegen. Obwohl sie nicht gerne steil bergauf gehen, meisterten sie den Aufstieg – aber nur mit gutem Zureden. Am Nachmittag standen sie bereits für die SchülerInnen von Adelboden im Einsatz. An die 60 Kinder folgten mit ihren Lehrpersonen der Einladung der Betriebsleitung und genossen den Ritt hoch zu Kamel und ein anschliessendes Zvieri.
Bergwelt aus anderer Perspektive
Am Samstag und Sonntag nutzten die ersten Sommergäste, aber auch zahlreiche Einheimische, die Gelegenheit, sich die schöne Bergwelt einmal aus einer etwas wackligeren Perspektive anzuschauen. Wer sich nicht auf den Rücken der Wüstenschiffe schwingen wollte, erfreute sich am Anblick der Tiere in der ungewohnten Umgebung.
Nebst dem Kamelreiten gab es auf Adelbodens Hausberg noch andere Attraktivitäten. Während sich die Erwachsenen eher dem kulinarischen Angebot widmeten, erfreuten sich die Kinder an den Spiel- und Spassangeboten wie Schminken oder Riesenseifenblasen machen. Mit mehr oder weniger Geduld liessen sich die Kleinen von den Makeup-Artistinnen bemalen. Mädchen hüpften als Schmetterling, Marienkäfer oder mit einem Regenbogen geschminkt um die Bergstation, Jungs rannten als Batman, Pirat oder Tiger durch die Bergwelt. Wer eine Verschnaufpause brauchte, wandte sich einer ruhigeren Tätigkeit zu und versuchte, möglichst grosse Seifenblasen zu machen, die der aufkommende Wind zügig fortblies.
Kulinarisches für jeden Geschmack
Auf der Terrasse des Bergrestaurants konnte man am Mittag seinen Hunger mit diversen Grilladen, begleitet von einem reichhaltigen Salatbuffet, stillen oder am Sonntagmorgen den Berg-Brunch geniessen. Beim Tschenten-Chalet gab es für diejenigen, die einfachere Kost bevorzugten, Bratwurst, «Chäsbrätel», Hot Dogs oder Sandwiches. Wer Lust auf etwas Süsses hatte, genehmigte sich nach dem Essen oder zwischendurch eine Zuckerwatte. Am Samstagnachmittag setzten heftige Platzregen und Gewitter ein und bereiteten dem Fest ein abruptes Ende. Am Sonntag aber wurden die Organisatoren mit strahlend schönem und warmem Sommerwetter belohnt.
CORINA SCHRANZ-LINDT