Wenn der OK-Präsident auch gleich gewinnt
15.07.2025 SportDer Sieg beim 22. Vogellisi-Berglauf ging bei den Herren an den OK-Präsidenten Jonathan Schmid aus Adelboden. Knapp dahinter kam der Frutiger Jerome Furer ins Ziel. Bei den Damen heisst die Siegerin Gianna Chiara Wohler aus Spiez und zweite wurde ihre Schwester Carla Nina Wohler.
Der Sieg beim 22. Vogellisi-Berglauf ging bei den Herren an den OK-Präsidenten Jonathan Schmid aus Adelboden. Knapp dahinter kam der Frutiger Jerome Furer ins Ziel. Bei den Damen heisst die Siegerin Gianna Chiara Wohler aus Spiez und zweite wurde ihre Schwester Carla Nina Wohler. GALERIE Der Vogellisi-Berglauf ist wohl einer der schönsten Läufe im Oberland. Es geht vorbei am Bergläger und der erste Panoramablick ins Tal bietet sich an. Vorbei im Geils und dann gehts hoch aufs Hahnenmoos mit der Aussicht auf die Lenk und das Simmental. Schliesslich bietet das Ziel auf Sillerenbühl einen Rundblick auf die Alpenwelt. Diese Kombination aus sportlicher Herausforderung und alpiner Kulisse macht den Lauf zu einem echten Highlight für Naturund Bergliebhaber. Harter Konkurrent im Rücken «Für mich ist es schön zu sehen, dass wir so starke Läufer wie Jerome im Tal haben. Der ganze Anlass heute war ebenfalls für das Organisationskomitee perfekt», meinte Schmid. Auch Furer war zufrieden: «Ich habe letztes Jahr gewonnen und dieses Jahr Joni. Ist so okay für mich.» Bei den Damen jubelte am Schluss Gianna Chiara Wohler und ihre Schwester Carla Nina freute sich über den zweiten Rang. MICHAEL SCHINNERLING Stimmen zum Vogellisi-Berglauf Jonathan Schmid, Adelboden: «Wir hatten keinen Unfall und das mit insgesmat 900 Läufern. Die Stimmung war top und die Läufer hochmotiviert. Für uns ein toller 22. Lauf, den wir mit der Siegerehrung im Freien abschliessen konnten.» Es motiviert mich, mich auch im nächsten Jahr wieder mit den sehr guten Läufern zu messen.» AUFGEZEICHNET VON MICHAEL SCHINNERLING
Für die LäuferInnen ist dies zwar schön, aber nicht das Wichtigste. Beim Klassiker gilt es, 12,6 km und 860 Höhenmeter zu absolvieren. In den Laufkategorien Berglauf, Staffel, Nordic-Walking, Kinderberglauf und Kinderplauschrennen starteten am Sonntag insgesamt knapp 900 LäuferInnen. Am schnellsten schaffte die Strecke dieses Jahr Jonathan Schmid. Der OK-Präsident des Anlasses war entsprechend glücklich. «Ich habe super geschlafen und war top in Form. Ich wusste, dass ich mit Jerome Furer im Rücken Gas geben muss. Erst nach vier Kilometern konnte ich mich absetzen und das Tempo etwas reduzieren», erklärte der Sieger im Ziel.
Ursin Wohler, Spiez: «Ich hatte mir viel vorgenommen und wusste, dass meine Form passt. Siegen würde schwierig werden, bei den starken Läufern. Unter den ersten Zehn ankommen und mit einer Zeit von 1:04 ins Ziel zu kommen, wäre mein Wunsch gewesen. Das Resultat ist für mich sehr gut. Ich konnte mein Erlebnis mit der Familie teilen. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.»
Arnold Odermatt, Frutigen: «Schon zehnmal bin ich mitgelaufen. Mein Ziel war es, einen guten Lauf im Rahmen meiner Möglichkeiten und meines Trainingsaufwands zu absolvieren. Ich konnte meine Kraft gut einteilen und Beissen muss man immer bei so einem Lauf. Für mich war es ein wunderbares Laufwetter. Ich werde älter und nicht schneller.»
Jerome Furer, Frutigen: «Ziel war es, möglichst lange mit Jonathan Schmid mitzuhalten. Mit der Zeit von 57:03 bin ich zufrieden, obwohl es mein Wunsch war, den Sieg zu holen. Aber ein Lauf ist ja kein Wunschkonzert. Es lief zudem wie erwartet. Jonathan und ich liefen gemeinsam vorweg. Bei der ersten Steigung spielte er dann seine Stärken aus und zog davon. Es ist immer wieder schön, an einem so tollen Lauf mit einer perfekten Organisation dabei zu sein. Mein Resultat stimmt mich positiv, und ich weiss nun, dass ich noch mehr an mir arbeiten muss, um Jonathan auf seiner Hausstrecke künftig wieder zu schlagen.»
Michael Maurer, Frutigen: «Beim Berglauf reichte es für meine persönliche Bestzeit von 1:10:10. In Anbetracht der Eigertour im Vorfeld des Vogellisilaufs bin ich doch glücklich mit meinem Rang.
Martina von Deschwanden, Adelboden: «Wir haben das als Team gemacht. Denn ich wollte den Vogellisi-Lauf schon immer einmal machen. Als Team machte es halt einfach mehr Spass. Mein Wunsch war es, unter 1:40 zu laufen und mit 1:33:15 habe ich das erreicht. Das Wetter war nicht das Problem, mein Ziel war es den Lauf zu schaffen. Mein Fazit: Ich bin nächstes Jahr wieder dabei.»
Hansjürg Brügger, Frutigen: «Mein Ziel war es, meine bisherige Bestzeit zu drücken. Es reichte mir mit 1:07:32 und ich war megahappy. Dass es damit für den vierten Platz in der Kategorie M30 reichen würde, hätte ich nie gedacht.»
Cornelia Brügger, Frutigen: «Ich bin heute zum zweiten Mal die ganze Strecke gelaufen. Dieses Jahr war ich mit der Zeit von 1:39:15 ganze acht Minuten schneller als letztes Jahr.»
Gianna Wohler, Spiez: «Das Ziel war eigentlich, schneller zu sein, doch war ich am Ende langsamer. Es war ein perfektes Rennen und über den Sieg freute ich mich – besser geht es ja nicht. Ich nehme gerne an diesem Lauf teil, denn ich kenne die Leute und zudem ist die Austragung in der Nähe. Schön ist es, wie die Leute am Wegrand uns unterstützen.»
Christoph von Känel, Frutigen: «Weil ich letzten Freitag am Wengen-Abendlauf und am Samstag am Top 20 in Zermatt teilgenommen habe, konnte ich heute nicht die beste Leistung bringen. Mit einer Zeit von 1:25:39 holte ich mir den achten Rang.»
Martin Müller, Frutigen: «Ich war jetzt bei allen bisherigen 22 Läufen dabei. Und weil man so einen Lauf in der Region unterstützen sollte, bin ich gerne dabei.»