Wittwer siegt im Schlussgang
22.07.2025 SportAm Ramslauenen-Schwinget schafften es dieses Jahr gar zwei Reichenbacher in den Schlussgang. Dort besiegte Josias Wittwer seinen Klubkollegen Damian Dubach nach 7:06 Minuten mit einem Wyberhaken. 500 Zuschauer verfolgten die spannenden Kämpfe der 58 Schwinger, und auch das Wetter ...
Am Ramslauenen-Schwinget schafften es dieses Jahr gar zwei Reichenbacher in den Schlussgang. Dort besiegte Josias Wittwer seinen Klubkollegen Damian Dubach nach 7:06 Minuten mit einem Wyberhaken. 500 Zuschauer verfolgten die spannenden Kämpfe der 58 Schwinger, und auch das Wetter meinte es gut.
Traditionsgemäss waren am Ramslauenen-Schwinget die Schwingklubs Herisau und Sissach eingeladen. 15 Gästeschwinger aus dem Appenzell und vier Schwinger aus dem Baselbiet fanden den Weg zu einem der schönsten Schwingplätze der Schweiz. Auch 18 Frutigländer starteten und prägten das Fest.
Die Schwingersektion Reichenbach entschied sich, keine Mittagspause zu machen, was sich als goldrichtig erwies bei dem unsicheren Wetterbericht für den Nachmittag. So konnte das Fest trocken und unfallfrei über die Bühne gehen. Noch am Samstag waren mit Josias Wittwer, Dario Bühler, Hanspeter Luginbühl sowie vier Appenzeller Gästen sieben an Ramslauenen startende Schwinger auf dem Weissenstein im Einsatz gewesen und konnten so das Eidgenössische simulieren. Auf dem Solothurner Hausberg gelang Wittwer als erstem Reichenbacher der Kranzgewinn, am Sonntag folgte der erste Sieg an seinem Heimfest.
Nach dem gestellten ersten Gang gegen den Appenzeller Gast Andrin Poltera besiegte der Bauingenieur der Reihe nach Simon Stucki, Timo Mösli, Marcel Wenger und Werner Keller.
Damian Dubach seinerseits startete mit einem Sieg über den Mittelländer Marco Waeber. Im zweiten Gang fing er den Schlungg des Herisauer Eidgenossen Martin Roth ab. Ein weiterer Plattwurf folgte über Sandro Fitze.
Mit dem Teilverbandskranzer Andrin Poltera folgte der dritte Appenzeller, Dubach siegte mit einem Hüfter.
Der Niedersimmentaler Simon Stucki konnte im fünften Gang einen Kurzangriff von Dubach kontern. Trotz der unglücklichen Niederlage sicherte sich Dubach den Schlussgangeinzug.
Im Schlussgang stellte sich Dubach sehr gut auf den favorisierten Josias Wittwer ein. Trotzdem siegte die Routine von Wittwer, der als technischer Leiter der Schwingersektion Reichenbach amtet, und Dubach fiel auf den dritten Rang zurück. Wittwer hatte bereits zweimal im Schlussgang an Ramslauenen gestanden, beim dritten Mal klappte es nun mit dem Sieg. Dies neun Jahre nach dem letzten Reichenbacher und auch Frutigländer Festsieg durch den jetztigen Klubpräsidenten Urs Schütz.
Mit dem abschliessenden Plattwurf von Simon Stucki über Roman Wittenwiler schloss der Diemtigtaler zu Wittwer auf, klassierte sich im Rang 1b und holte sich so seinen ersten Festsieg bei den Aktiven. Für Wittwer war es der dritte Rangfestsieg neben seinem grössten Coup, dem Stoos-Sieg.
Ehrenplatz für Mathias Wittwer
Über den zweiten Rang konnte sich eher überraschende Mathias Wittwer freuen. Der Turnerschwinger der Schwingersektion Aeschi holte sich neben zwei gestellten Gängen vier Plattwürfe, im letzten Gang über den Gast Flavio Sutter.
Auch der Frutiger Sven Klossner überraschte, bezwang er doch im letzten Gang Martin Roth und holte sich so den vierten Rang. Die beiden für Mollis selektionierten Dario Bühler und Hanspeter Luginbühl holten sich mit jeweils drei Siegen die Ränge sechs respektive acht. Als beste Gäste klassierten sich die beiden Herisauer Andrin Poltera und Werner Keller im sechsten Rang. Die beiden jungen Reichenbacher Marcel von Känel und Marco Lauener konnten zum ersten Mal an Ramslauenen schwingen. Beide siegten drei Mal, von Känel gar gegen Teilverbandskranzer Wittenwiler.
Auch der Adelbodner Bruno Grossen konnte dreien seiner Gegner den Rücken abwischen.
Ehrenplatz für Orlik am Weissenstein
Neben dem bereits erwähnten Josias Wittwer holte sich auch Curdin Orlik den Weissensteinkranz, dies sogar auf dem zweiten Rang. Vier Siege, unter anderem in einer Berner Paarung über Christian Gerber, und zwei Gestellte gegen die starken Ostschweizer Domenic Schneider und Werner Schlegel ergaben diesen Spitzenplatz. Wittwer holte sich den Kranz mit einem platten Sieg mit Gammen über den Glarner Eidgenossen Roger Rychen.
Auch beim Frauenschwingfest in Bellinzona durfte eine Frutigländerin jubeln. Die Aeschinerin Svenja Graf siegte bei den Zwegli und holte sich schon ihren sechsten Saisonsieg (siehe auch unten). So führt sie in der Jahreswertung bereits mit sechs Punkten Vorsprung.
PETER ZAHLER