Feuer und Flamme für Zündhölzli

Di, 26. Nov. 2019

Wo früher Zündhölzli fabriziert wurden, soll nun ein kleines Museum darüber entstehen. Die Kulturgutstiftung Frutigland richtet in der nächsten Zeit in Kanderbrück einen Ausstellungsraum rund um diesen Industriezweig ein.

HANS RUDOLF SCHNEIDER
Der Raum ist hell, leer – und kalt. Es gibt hier noch einiges zu tun für Ruedi Egli und seinen Bruder Hans sowie Arthur Grossen. Die drei sind die treibenden Kräfte für das kleine Zündholzmuseum, das in Kanderbrück entstehen soll. Die eigentliche Initiative ging jedoch von der Besitzerin der alten Fabrik aus, der Firma Brügger HTB. Als diese die Fabrik vor wenigen Jahren kaufte, war klar, dass auch die Geschichte ihren Platz erhalten würde. Der Raum wird deshalb der Kulturgutstiftung Frutigland unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Giftige…

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Kommentare

Sehr interessanter Artikel und für unsere Familie auch eine sehr prägende Zeit. Dass nicht immer alles so rosig war für die Arbeiterinnen in den Fabriken und für die Familien im Frutigtal, zeigen die von meinem verstorbenen Vater erhaltenen Gerichtspapiere zu seinem Leben als uneheliches Kind aus einer Beziehung mit einem "Zündhölzli-Direktor. Körperliche Missbildungen sind bis heute im Erbgut der Nachfahren sichtbar. Und das Recht musste schon damals sehr hart und mühsam gegen die reichen und mächtigen und verschworenen Dorfgemeinschaften erstritten werden. Zum Glück konnte sich mein Urgroßvater für meine Grossmutter mit einem positiven Gerichtsurteil durchsetzten und mein Vater konnte einen Beruf lernen, das Tal verlassen und die erlebte Geschichte über viele Jahre in der Fremde positiv verarbeiten. Vergessen ist die Geschichte aber nicht, weil jetzt bald 100 Jahre danach immer noch genetische Spuren aus dieser Beziehung in meiner Familie auftreten.
Ort (öffentlich): 
Frutigen
01.12.2019

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